Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im August 2022 - Jobcenter SHK

Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im August 2022


Nach wie vor wirkt sich der statistische Sondereffekt, der bereits seit Juni dem regionalen Arbeitsmarkt einen signifikanten Anstieg der Arbeitslosenzahlen beschert hat, auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt aus. Seit 01.06.2022 haben ukrainische Geflüchtete bei Erfüllung der Voraussetzungen Anspruch auf Arbeitslosengeld II und werden von den Jobcentern betreut. Für die Meldung und Antragstellung bei den Jobcentern gilt eine Übergangsfrist von drei Monaten, weshalb auch aktuell die Zahl der ukrainischen Arbeitslosen weiter gestiegen ist. Im gesamten Agenturbezirk Jena sind inzwischen 936 arbeitslose Ukrainer registriert, 31 Prozent mehr als im Juli.

„Im abgelaufenen Monat war im Agenturbezirk Jena erneut ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosen zu verzeichnen. Neben dem statistischen Sondereffekt durch den Übergang der Geflüchteten in die Verantwortung der Jobcenter, steigt die Zahl der Arbeitslosen aus saisonalen Gründen. So halten sich etliche Unternehmen während der Sommerferien mit Einstellungen zurück. Dazu kommen die bestehenden Unsicherheiten bei der Material- und vor allem Energieversorgung. Der Zugang an neuen Stellen ist bleibt im bisherigen Jahresverlauf um 5 Prozent (-235) hinter dem Vorjahreswert zurück. Zudem wird es für Unternehmen immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden. Manche verzichten daher auf Stellenausschreibungen“- so Stefan Scholz, Leiter der Ostthüringer Arbeitsagenturen.

Im Saale-Holzland-Kreis ist die Arbeitslosigkeit im August um 167 auf 2.010 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 197 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im August 4,7%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 4,2% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 746 Personen, das sind 77 mehr als im Vormonat, aber 49 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 1,7%. Im Rechtskreis SGB II gab es 1.264 Arbeitslose, das ist ein Plus von 90 Personen gegenüber Juli; im Vergleich zum August 2021 waren es 246 Arbeitslose mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 3,0%.

Im August meldeten sich im Saale-Holzland-Kreis 550 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 187 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 387 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 20 mehr als im August 2021. Seit Jahresbeginn gab es 3.169 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 346 Meldungen. Dem gegenüber stehen 2.855 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 121 Abmeldungen. Im August meldeten sich 180 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 33 mehr als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 94 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 29 weniger als vor einem Jahr.

Im August waren im Saale-Holzland-Kreis 850 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Juli ist das ein Rückgang von 9 Stellen oder 1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Stellenbestand um 13 Stellen verringert (-1,5 Prozent). Arbeitgeber meldeten im August 119 neue Arbeitsstellen, das waren 22 oder 15,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 1.116 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 69 oder 5,8 Prozent. Zudem wurden im August 128 Arbeitsstellen abgemeldet, 4 oder 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Von Januar bis August gab es insgesamt 1.153 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 58 oder 5 Prozent.

Durch das Jobcenter Saale-Holzland-Kreis wurden 62,9 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Das waren 1.264 Personen, 90 mehr als im Juli (+7,7 Prozent) und 246 (24,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Das Jobcenter betreute 1.995 Bedarfsgemeinschaften, 18 (+0,9 Prozent) mehr als im Juli und 28 (+1,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

2.387 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II, das waren 17 Personen (+0,7 Prozent) mehr als im Juli und 40 (+1,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Den gesamten Arbeitsmarktbericht finden Sie hier.

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weiterhin werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt, z.B. für die Analyse des Nutzungsverhalten der Besucher durch Matomo. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.