Aktuelles - Jobcenter SHK

Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im Februar 2021

Arbeitslosigkeit gestiegen, viele Jugendliche nach Ausbildung betroffen

„Auch wenn Kurzarbeit nach wir vor in unser Region Beschäftigung in einem hohen Maß sichert, ist es leider ist es so, dass im Februar insbesondere Jugendliche zwischen Ausbildung und erster Anstellung von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Viele meldeten sich nach Abschluss ihrer zwei- bzw. dreieinhalbjährigen Ausbildung bei uns. Ich bin fest davon überzeugt, dass die regionalen Unternehmen sich dieses Potential nicht entgehen lassen und sie schnell eine Arbeit finden werden“, sagt Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.

 

2.225 Frauen und Männer waren im Februar im Saale-Holzland-Kreis arbeitslos, 61 (2,8 Prozent) mehr als im Januar und 269 (13,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Im Vergleich zum Vormonat, stieg die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent (+0,1 Prozentpunkte). Vor einem Jahr betrug sie 4,5 Prozent.

Im Februar stieg in Altersgruppe der unter 25-Jährigen die Arbeitslosigkeit stärker an. 175 Jugendliche waren betroffen, 18 (11,5 Prozent) mehr als im Januar.

334 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 150 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten 267 Personen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 108 Personen eine Erwerbstätigkeit auf.

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) waren aktuell 1.118 Personen gemeldet, 4 weniger als im Januar, aber 171 (18,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

50 Prozent aller Arbeitslosen werden vom Jobcenter betreut.

Im Rechtskreis SGB II - in Betreuung durch das Jobcenter Saale-Holzland-Kreis - waren 1.107 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 65 mehr als im Januar und 98 (9,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Das Jobcenter betreut 2.013 Bedarfsgemeinschaften, 45 (-2,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 2.441 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II, 70 Personen (-2,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 140 neue Stellen gemeldet, 40 Stellen (40 Prozent) mehr als im Januar, aber 64 (-31 Prozent) weniger als im Vorjahr. Aktuell befinden sich damit für den Saale-Holzland-Kreis 727 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Im Februar gingen vergleichsweise wenig neue Anzeigen auf Kurzarbeit ein. 44 Unternehmen zeigten für 234 Mitarbeiter vorsorglich Kurzarbeit an.

Damit gingen bei der Arbeitsagentur von März 2020 bis Februar 2021 insgesamt 1.254 Anzeigen auf Kurzarbeit ein. Dahinter standen 12.415 Beschäftigte.

Zuletzt haben im August 286 Betriebe mit 1.615 Beschäftigten tatsächlich Kurzarbeit abgerechnet. Am stärksten wurde Kurzarbeit bisher im April und Mai 2020 in Anspruch genommen. Im April waren es mit 627 Betriebe und 4.400 betroffenen Beschäftigten, im Mai 556 Betriebe mit 4.525 Beschäftigten.

Den kompletten Arbeitsmarktbericht finden Sie hier.

Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im Januar 2021

Arbeitslosigkeit gestiegen

„Der Arbeitsmarkt in Jena hält bisher den Belastungen der Pandemie stand. Dies führe ich vor allem auf die Nutzung der Kurzarbeit und die Stabilität bei den klein- und mittelständischen Unternehmen der Region zurück. Im aktuellen Monat lassen sich die Zugänge in Arbeitslosigkeit hauptsächlich auf witterungsbedingte Entlassungen und das Auslaufen von Befristungen zum Jahresende zurückführen. Sind Menschen jedoch erst einmal arbeitslos, ist es aktuell besonders in den vom Lockdown betroffenen Branchen, wie z.B. dem Einzelhandel oder der Gastronomie schwierig, wieder Fuß zu fassen. Positiv ist jedoch, dass Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen und uns ihre Bedarfe melden“, sagt Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.

Jens Breitsprecher und Jana Machts verantworten ab 11.01.2021 das Jobcenter Saale-Holzland-Kreis


vl Jens Breitsprecher und Jana Machts
v.l. Jens Breitsprecher und Jana Machts


Ab Mitte Januar neue Funktion im Online-Portal nutzbar


Seit über einem Jahr haben die Kunden des Jobcenters Saale-Holzland-Kreis die Möglichkeit, Anträge auf Arbeitslosengeld II auch online einzureichen. Auf diesem Weg können sie ebenso ihre Veränderungsmitteilungen und erforderliche Unterlagen an das Jobcenter Saale-Holzland-Kreis übermitteln. Das erspart neben Zeit, auch Versand- und Druckkosten.

Neu ist die Funktion „Postfachnachrichten“, die registrierten Nutzer ab dem 12.Januar 2021 zur Verfügung steht. Mit diesem Tool können Kunden Nachrichten online mit dem Jobcenter austauschen. Die gesendeten Nachrichten werden dabei datenschutzkonform an das Jobcenter verschickt und empfangen.

„Mit der neuen Funktion Postfachnachrichten, können unsere Kunden sicher mit uns kommunizieren. Das freut mich, denn die Daten unserer Kunden sind sehr persönlich und damit besonders schutzwürdig. Aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens sind telefonische und online-Kontakte derzeit unser Hauptgeschäft, da kommt das Angebot zur richtigen Zeit“, sagt Jens Breitsprecher, Geschäftsführer des Jobcenters Saale-Holzland-Kreis.

Wer online mit dem Jobcenter Saale-Holzland-Kreis kommunizieren möchte, muss sich zuvor ein Benutzerkonto anlegen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Jobcenters zu finden https://www.jobcentershk.de/service/online-zugang.html.

Zum 11. Januar 2021 wechselte die Geschäftsführung im Jobcenter Saale-Holzland-Kreis. Jens Breitsprecher ist seitdem als Geschäftsführer des Jobcenters tätig. Ihm zur Seite steht Jana Machts, die jetzt Bereichsleiterin und damit seine Vertretung ist. Die 30- jährige studierte bis 2011 bei der Bundesagentur für Arbeit „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement“ und sammelte im Anschluss Erfahrung im Jobcenter Saale-Orla-Kreis. Nach ihrem Wechsel zur Kommune arbeitet sie nun bereits seit 2018 im Jobcenter Saale-Holzland-Kreis, zuletzt als Teamleiterin.

Jahresrückblick 2020 für das Jobcenter SHK

 

„Ein besonderes Jahr, dass jedem von uns viel abverlangt hat, liegt hinter uns.

Ein Jahr mit dem höchsten Anteil an Kurzarbeit nach der Wiedervereinigung.

Viele Arbeitsplätze konnten durch die Kurzarbeit erhalten werden. Zwar sind auch Menschen entlassen worden und in Folge war es schwieriger einen neuen Job zu finden, jedoch waren die Zugänge in die Arbeitslosigkeit im Verhältnis gesehen eher moderat. Da die Einschränkungen des zweiten Lockdown auch über den Jahreswechsel hinaus fortbestehen und wir nicht wissen, wie sich die Bekämpfung des Virus insbesondere durch die Impfung entwickelt, ist eine Prognose für die unmittelbare Zukunft schwierig. Vielleicht wird es die eine oder andere Insolvenz geben, jedoch rechne ich nicht mit einer Insolvenzwelle. Ich bin optimistisch und nehme an, dass auch in diesem Jahr durch die Fortführung der Kurzarbeit Stabilität in den Unternehmen bleibt und die Wirtschaft sich nach und nach erholen wird. Auch wenn jetzt zu Jahresbeginn mehr Menschen arbeitslos werden, rechne ich im Sommer mit einem deutlichen Rückgang“, sagt Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.

Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im Dezember 2020


Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit


 
„Ich bin froh, dass die erneuten Einschränkungen bisher nicht zu massiven Beschäftigungsverlusten geführt haben. Durch die intensive Nutzung der Kurzarbeit konnte, trotz des zweiten Lockdowns, ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden. Saisonüblich meldeten sich im Dezember verstärkt Menschen aus witterungsabhängigen Berufen arbeitslos“, sagt Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.

 

Erhöhung von Kindergeld, Kinderzuschlag, Unterhalt und Unterhaltsvorschuss zum 01.01.2021

Gemäß dem am 29.10.2020 vom Bundestag beschlossenem Zweiten Familienentlastungsgesetz wird sich das Kindergeld ab dem 01.01.2021 um 15,00 EUR erhöhen. Das Kindergeld wird danach 219,00 EUR für das erste und zweite Kind, 225,00 EUR für das dritte Kind und 250,00 EUR ab dem vierten Kind betragen.

Dementsprechend wird auch der Kinderzuschlag (KiZ) zum 01.01.2021 deutlich erhöht: Er steigt von 185,00 EUR um 20 EUR auf bis zu 205,00 EUR pro Monat pro Kind. Der Kinderzuschlag unterstützt Eltern, die genug verdienen, um ihren eigenen Bedarf zu decken, aber deren Einkommen nicht oder nur knapp für die gesamte Familie reicht. Diese Familienleistung wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt.

Der Unterhalt und Unterhaltsvorschuss steigt ab dem 01.01.2021 ebenfalls. Durch die höhere Festlegung des Existenzminimums steigt auch der Unterhaltsvorschuss. Der Unterhaltsvorschuss beträgt ab 01.01.2021 bis zum 6. Geburtstag 174 Euro, bis zum 12. Geburtstag 232 Euro und bis zum 18. Geburtstag 309 Euro.

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