Jahresrückblick 2020  für das Jobcenter SHK - Jobcenter SHK

Jahresrückblick 2020 für das Jobcenter SHK

 

„Ein besonderes Jahr, dass jedem von uns viel abverlangt hat, liegt hinter uns.

Ein Jahr mit dem höchsten Anteil an Kurzarbeit nach der Wiedervereinigung.

Viele Arbeitsplätze konnten durch die Kurzarbeit erhalten werden. Zwar sind auch Menschen entlassen worden und in Folge war es schwieriger einen neuen Job zu finden, jedoch waren die Zugänge in die Arbeitslosigkeit im Verhältnis gesehen eher moderat. Da die Einschränkungen des zweiten Lockdown auch über den Jahreswechsel hinaus fortbestehen und wir nicht wissen, wie sich die Bekämpfung des Virus insbesondere durch die Impfung entwickelt, ist eine Prognose für die unmittelbare Zukunft schwierig. Vielleicht wird es die eine oder andere Insolvenz geben, jedoch rechne ich nicht mit einer Insolvenzwelle. Ich bin optimistisch und nehme an, dass auch in diesem Jahr durch die Fortführung der Kurzarbeit Stabilität in den Unternehmen bleibt und die Wirtschaft sich nach und nach erholen wird. Auch wenn jetzt zu Jahresbeginn mehr Menschen arbeitslos werden, rechne ich im Sommer mit einem deutlichen Rückgang“, sagt Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.


Im Jahresdurchschnitt 2020 waren im Landkreis 1.984 Menschen arbeitslos gemeldet, 167 Personen (9,2 Prozent) mehr als 2019, der niedrigste Wert wurde dabei im März mit 1.845 Personen, gemessen. Mit 2.100 Arbeitslosen verzeichnete die Arbeitslosigkeit im Mai ihren Höchststand. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent.


Beschäftigung und Stellenmarkt

Saale-Holzland-Kreis sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 26.877 Personen. Das waren 81 Personen (-0,3 Prozent) weniger als zur Jahresmitte 2019.

Am ungünstigsten war die Entwicklung im Bereich Herstellung von Produktionsgütern (-111 Personen), des Verarbeitenden Gewerbes (-86 Personen), der Land- und Forstwirtschaft (-74 Personen) und dem Gastgewerbe (-48 Personen).

Mehr Beschäftigung verzeichnete unter anderem die öffentliche Verwaltung (+45 Personen), das Gesundheitswesen (+43 Personen), der Bereich Herstellung von Konsumgütern (+34 Personen) sowie Verkehr und Lagerei (+32 Personen). 

Auch auf dem Stellenmarkt zeichnete sich eine rückläufige Bewegung ab. Im Jahresverlauf wurden der Agentur für Arbeit 2.372 Stellen gemeldet, 268 oder 10,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand sank ebenfalls um 219 auf 1.061 freie Stellen.

Im vergangenen Jahr fiel die Bilanz des Jobcenters Saale-Holzland-Kreis im Vergleich zum Vorjahr günstiger aus. So wurden im Jahresdurchschnitt 2.090 Bedarfsgemeinschaften gezählt, 71 (-3,3 Prozent) weniger als 2019.

Die Zahl der erwerbsfähigen Arbeitslosengeld II-Empfänger sank um 75 Personen
(-2,9 Prozent) auf 2.546.

 

Kurzarbeit

1.089* Unternehmen zeigten vom März bis Dezember vorsorglich Kurzarbeit für rund 11.086 Beschäftigte an.

Nicht alle Unternehmen von den vorsorglich gestellten Kurzarbeit Anzeigen Gebrauch. Tatsächlich betraf die abgerechnete Kurzarbeit deutlich weniger Beschäftigte. Das bisherige Hoch lag im Monat Mai. Hier befanden sich rund 16,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. Kurzarbeit wurde dabei branchenübergreifend genutzt, schwerpunktmäßig von den am stärksten betroffenen Branchen und Dienstleistungsbetrieben, z.B. das Hotel- und Gastgewerbe, und dem Handel.

Den gesamten Jahresrückblick für den Agenturbezirk Jena finde Sie hier.

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