Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im Juni 2020  - Jobcenter SHK

Der Arbeitsmarkt im Saale-Holzland-Kreis im Juni 2020

„In den letzten Monaten stieg die Arbeitslosigkeit, bedingt durch Corona, saisonuntypisch stark an. Ich freue ich mich, dass der befürchtete Aufwärtstrend im Juni gestoppt ist. Positiv ist auch, dass Arbeitgeber wieder mehr freie Stellen meldeten. Dennoch ist es zu früh, um Entwarnung zu geben. Kurzarbeit hat vielen Betrieben sehr geholfen und Entlassungen vermieden. Jetzt kommt es darauf an, dass sich die Wirtschaft wieder erholt und es zu keiner zweiten Infektionswelle kommt. Dann bin ich optimistisch, dass die Menschen bald wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen werden“, erläutert Irena Michel, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Jena, das Geschehen am Arbeitsmarkt.

Saale-Holzland-Kreis

 

2.045 Frauen und Männer waren im Juni arbeitslos, 55 (-2,6 Prozent) weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitslosen um 360 Personen (21,4 Prozent).

Die Arbeitslosenquote sank ggü. Mai um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent, im Vorjahr betrug sie 3,9 Prozent.

 

287 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 138 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit, davon 5 aus Selbständigkeit.

Im Gegenzug beendeten 343 Personen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 167 Personen eine Erwerbstätigkeit auf.

 

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) waren aktuell 960 Personen gemeldet, 38 (-3,8 Prozent) weniger als im Mail, aber 278 (40,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

53 Prozent aller Arbeitslosen werden vom Jobcenter betreut.

Im Rechtskreis SGB II - in Betreuung durch das Jobcenter Saale-Holzland-Kreis -  waren 1.085 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 17 weniger als im Mai, aber 82 (8,2 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Das Jobcenter betreut 2.114 Bedarfsgemeinschaften, 51 (-2,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 2.623 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II, 1 Person mehr als im Vorjahr.

10 Selbständige erwerbstätige Personen beziehen seit letztem Monat Leistungen der Grundsicherung. 

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 234 neue Stellen gemeldet, 103 (78,6 Prozent) mehr als im Mai, aber 69 (-22,8 Prozent) weniger als im Vorjahr.

 

 

Kurzarbeit

Im Juni zeigten 12 Unternehmen Kurzarbeit für 78 Personen an. Von März bis Mai waren es 918 Unternehmen mit Kurzarbeit für 9.123 Personen.

Die Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit im März und April haben die Auswirkungen der Coronakrise auf das Arbeitsvolumen in den regionalen Betrieben deutlich gemacht. Da diese Betriebe Kurzarbeit meist gleich für einen längeren Zeitraum angezeigt haben, gab es in den Folgemonaten deutlich weniger Neuanzeigen.

Den kompletten Arbeitsmarktbericht finden Sie hier.

 

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